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Kernel-Design, oder: Torvalds vs Tanenbaum

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In diesem Artikel soll es also um das Kernel-Design eines Betriebssystems gehen… doch was ist das eigentlich, ein Kernel?

Nun, man könnte den Kernel einfach mit „Betriebssystemkern“ übersetzen: er steuert die grundlegendsten Sachen, die für ein Betriebssystem nötig sind; dazu gehören zum Beispiel Zugriffe auf die Festplatte, Speicherverwaltung, Scheduling oder Gerätetreiber.

Und genau an dem letzten Punkt „Treiber“ scheiden sich die Geister: sollen sie nun mit in den Kernel oder lieber extern bleiben?

Auch zwei Prominente der IT-Welt stritten sich darum: Linus Torvalds, der Begründer von Linux, und Andrew Tanenbaum, der unter anderem für das Betriebssystem Minix verantwortlich ist.

In Linux sind die Treiber mit im Kernel drin; ein solcher Kernel- heißt monolithischer Kernel. Im Gegensatz dazu ist der Minix-Kernel ein Microkernel: hier sind die Treiber extern: der Kernel wird so kleiner und auf diesem Wege auch sehr viel stabiler.

Diese Stabilität ist auch die größte Stärke des Microkernels. Im Gegensatz dazu kann der monolithische Kernel mit Schnelligkeit punkten: durch das Alles-drin-haben sind die Zugriffe auf Treiber wesentlich schneller, allerdings gibt es hier auch mehr, was den Kernel zum Absturz bringen kann als beim Microkernel.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden was wichtiger ist; jedes Design hat also seine ganz eigenen Vorzüge.


Geschrieben von theeem

Dezember 30, 2008 um 12:36

Veröffentlicht in Linux, Programmieren

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